Digitalisierung & KI.

Automatisierungspotenziale für Schweizer KMU

Viele Schweizer KMU beschäftigen sich seit Jahren mit dem Thema Digitalisierung. Trotzdem bleibt oft eine Frage offen: Wo genau lohnt sich der Einstieg in die Automatisierung wirklich? Die Antwort ist meist einfacher, als man denkt.

Wo Schweizer KMU heute stehen

Laut einer aktuellen Studie der AXA Schweiz nutzten 2024 rund 22 Prozent der KMU bereits KI-Anwendungen. Ein Jahr später waren es schon 34 Prozent. Das zeigt: Die Entwicklung geht schnell, aber sie verläuft ungleich. Kleine Unternehmen mit wenigen Mitarbeitenden hinken grösseren Firmen häufig hinterher.

Das hat einen einfachen Grund. Grössere Unternehmen haben oft eigene IT-Abteilungen und mehr Budget für Experimente. Kleine Betriebe müssen jede Investition und Ressourcenallokation genauer abwägen. Das ist grundsätzlich vernünftig. Es führt aber oftmals dazu, dass naheliegende Automatisierungen gar nicht erst geprüft werden.

Warum der Einstieg oft schwerfällt

Viele KMU wissen grundsätzlich, dass Automatisierung sinnvoll wäre. Trotzdem bleibt der erste Schritt oft aus. Ein Grund ist die Unsicherheit: Welches Tool passt zu uns? Was kostet das wirklich? Wer kümmert sich um das Projekt und die Umsetzung? Und was, wenn etwas nicht funktioniert?

Ein weiterer Grund ist der Tagesbetrieb. Wer ein Unternehmen führt, hat selten Zeit, sich vertieft mit neuen Technologien auseinanderzusetzen.

Klein anfangen, gezielt auswählen

Automatisierung klingt oft nach grossen, komplizierten Projekten. Der sinnvollste Weg ist selten das grosse Rundum-Projekt. Mit den neuen Technologien ist die Implementierung von umfassenden Tools von externen Anbietern auch nicht mehr zwingend nötig. Erfolgreicher sind meist einzelne, abgegrenzte Prozesse und Use Cases, die man gezielt automatisiert und anschliessend auswertet. So schafft man rasche Erfolge und sieht schnell, ob sich der Aufwand lohnt.

Wichtig ist dabei die Auswahl der richtigen Prozesse. Nicht jede Aufgabe ist gleichermassen für eine Automatisierung geeignet. Wiederkehrende, regelbasierte Tätigkeiten sind ideale Kandidaten. Aufgaben, die viel Fingerspitzengefühl oder Beziehungsarbeit erfordern, bleiben besser in menschlicher Hand. Weiter sind die Datenstruktur und Datenschutz, sowie das Governance Modell bei Digitalisierungsvorhaben unbedingt zu berücksichtigen.

Die Rolle der Führung

Digitalisierung und Automatisierung sind letztlich Führungsthemen. Es braucht jemanden, der den Überblick behält, Prioritäten setzt und das Team durch Veränderungen begleitet. Gerade in KMU, in welchen Ressourcen knapp sind, macht dieser Faktor oft den Unterschied zwischen einem Projekt, das versandet, und einem, das tatsächlich Wirkung zeigt.

Es lohnt sich, diese Verantwortung bewusst zuzuweisen. Manchmal reicht dafür eine interne Person mit etwas zusätzlicher Zeit. Manchmal ist punktuelle externe Unterstützung sinnvoller, gerade wenn das nötige Fachwissen intern fehlt.

Wie arbeitet imeac mit KI?

Diese Frage stellt sich imeac nicht nur für die Mandate der Kundschaft, sondern auch für den eigenen Betrieb. Als Kleinstunternehmen steht imeac vor einer Herausforderung, die viele KMU kennen: Wie lässt sich Wachstum und Professionalität mit begrenzten Ressourcen vereinbaren? Die Antwort war der Aufbau eines kleinen Teams aus KI-Agenten, das bei wiederkehrenden Aufgaben unterstützt.

Ein Beispiel ist Nicole, die Marketing- und Kommunikations-Agentin von imeac. Sie recherchiert Themen, die bei imeac und deren Mandaten gerade aktuell sind, entwirft Blogartikel und LinkedIn-Beiträge und bringt sie in eine erste, abgestimmte Form und das selbständig, ohne Aufforderung oder fremde Einwirkung. Sie verarbeitet anschliessend unsere Feedbacks und bringt die Entwürfe in eine finale Version. Delegiert wird die Ausführung, nicht die Verantwortung.

Damit das funktioniert, werden diese Agenten nicht als beliebige Tools behandelt, sondern als Teammitglieder mit klarem Auftrag geführt. Es gibt ein Rollenprofil, feste Zuständigkeiten und – bewusst dem klassischen Personalprozess nachempfunden – regelmässige Reviews: Was funktioniert, was nicht, wo muss nachjustiert werden? Auf dieser Basis werden die Agenten laufend weitertrainiert und verfeinert.

Für imeac ist das ein Stück gelebte Digitalisierung im eigenen Betrieb: nicht als Selbstzweck, sondern als Antwort auf eine konkrete Ressourcenfrage. Und ein Beispiel dafür, dass sich Transformation nicht nur bei Kundenmandaten, sondern auch in der eigenen Praxis bewähren muss.

Ein Blick nach vorn

Die Entwicklung der Technologien wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. In zwei Jahren werden wir bereits wieder anders arbeiten als heute. Für Schweizer KMU bedeutet das weniger Druck, sofort alles umzusetzen, sondern die Chance, gezielt und in einem sinnvollen Tempo vorzugehen. Wer heute die ersten Prozesse automatisiert, sammelt Erfahrung, von der er auch in Zukunft profitieren kann.

Bei imeac begleiten wir Unternehmen unter anderem genau an diesem Punkt. Wir unterstützen Unternehmen dabei, die aktuelle Situation, Prozesse und Effizienzverluste zu analysieren und Digitalisierungsvorhaben realistisch zu planen sowie Schritt für Schritt umzusetzen.

Weiter
Weiter

Interim vs. Advisory.